Figuren und Skulpturen in der Antike

In der griechisch-römischen Antike (1200 bis 600 vor Christus) haben sich hier Standbilder herausgebildet, in den Anfängen des europäischen Mittelalters (500 bis 1000 nach Christus) waren es Kirchenportale, deren Türflügel reliefverziert wurden – auch sind es Glocken, Kruzifixe, liturgische Geräte und Taufbecken, die skulpturenhaft entstanden und genau in diesen Zusammenhang einzuordnen sind.

In der Renaissance (1300 bis 1600) wurde die Bronzekunst in fruchtbarer Weise neu belebt – insbesondere betraf dies die figürliche Kleinplastik (auch auf Gräbern), des Gusses von Medaillen und der Bildnerei von Monumenten (hier seien Reiterdenkmäler zu nennen etwa von Donatello ((von diesem auch: Davidstatue aus dem Jahre 1440), weiterhin Bologna (1529-1608), Schlüter (1660-1714) u. a.).

Bronzekunst

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Das größte Projekt der bekannten Bronzekunst überhaupt ist jedoch das Grabmal für Kaiser Maximilian I. in Innsbruck, welches 1509 begonnen, aber nie vollendet wurde. Dieses Grabmal (mit zahlreichen Bronzefiguren) hatte der Monarch, der 1519 starb, selbst bereits in Auftrag gegeben. Es enthält Figuren, die von Albrecht Dürer (1471-1528) und Peter Vischer dem Älteren (1460-1529) entworfen wurden. Sein Enkel Ferdinand I. ließ es nach seinem Tod in der Hofkirche zu Innsbruck aufstellen; es ist ein Kenotaph (Grabmal ohne Grab) geblieben.

Deutscher Meister dieser Kunst war noch weiterhin z. B. A. De Vries (1550-1626). Für den Klassizismus (1750 bis 1850) sind L. Schwanthaler (1802-1848), G. Schadow (1764-1850), C. D Rauch, F. Zauner, A. Rodin, A. Maillol als Künstler zu nennen – die Moderne kennt M. Marini (1901-1980, Italien) und H. Moore (1898-1986, England) als Erben mittelalterlicher Bronzekunst.

Dieser Text reißt nur sehr skizzenhaft ab, wer das, was wir heute als Bronzeskulptur wahrnehmen, über die Jahrhunderte hinweg geprägt hat. Es ist allerdings wichtig, Namen, Jahreszahlen und Epochen in der richtigen Reihenfolge zu benennen. Eines ist jedoch allen Künstlern außerhalb der Moderne gemeinsam – sie ästhetisieren. Will heißen: Auf der Suche nach dem “absolut Guten”, dem auch humanistischen Humanitäts-Ideal stellte man den idealen, symmetrischen, gesunden, “schönen” Menschen dar.
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